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Aus "heise.de":
Killerspiele
Auffällig -
Zurück zum "Killer". Etymologisch geht das Morphem "kill" wahrscheinlich auf das altenglische "qwellan" zurück, von dem sich auch das englische Verb "to quell" ableitet, das soviel wie "bezwingen", (einen Aufstand, Gefühle) "unterdrücken" bzw. "niederschlagen" oder "ersticken" bedeutet. (Wikipedia) Das zweite Morphem, "spiele", erklärt sich beinahe von selbst, nicht nur, weil es direkt auf den zu inkriminierenden Gegenstand verweist: Die Herkunft des mittelhochdeutschen "spil" ist zwar unbekannt, seine Bedeutung jedoch stets dieselbe geblieben: "Kurzweil, unterhaltende Beschäftigung, fröhliche Übung" (Duden Etymologie).
Im Übergang von der Morphem-
Diese Klassifizierung ließe nun folgende Feststellung zu: Das "Killerspiel" ist ein Spiel, das mit (oder auf oder durch) "Killer(n)" gespielt wird. Das kann nicht sein. Für solche nicht direkt gemeinten Komposita hält die Wortbildungslehre eine Unterkategorie bereit, bei denen der Wortsinn nicht direkt aus den beiden Konstituenten ableitbar ist ("Löwenzahn"): die so genannten Possessivkomposita. Bei diesen ist ein Merkmal metaphorisch gemeint und verweist auf das Aussehen, eine Eigenschaft o. a., das die Sache, welche das Wort benennt, besitzt. Wäre das Wort "Killerspiel" ein Possessivkompositum, ließe sich damit vielleicht erklären, warum es gar nicht direkt auf ein oder mehrere Spiel(e) verweist, sondern vielmehr auf einen Diskurs. (So ähnlich, wie das Possessivkompositum "Blauhelm" nicht zunächst eine Kopfbedeckung meint.)